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Carl Laemmle - Gründer Hollywoods

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Carl Laemmle - Gründer Hollywoods

Carl Laemmle (1867-1939). 1884 nach Amerika ausgewandert. Ab ca. 1905 rasanter Aufstieg vom Kinobesitzer zum Filmverleiher und Produzenten. 1909 Gründung einer eigenen Filmgesellschaft - IMP (Independent Motion Picture Company). Ab 1912 in "Universal Pictures" umbenannt. Einer seiner bekanntesten Filme war "Im Westen nichts Neues". Seine Heimatstadt besuchte der wohl berühmteste Laupheimer bis 1931 jährlich und unterstützte sie auch materiell in schwieriger Zeit.

Der Anfang in Amerika war mühsam und kärglich. Erst mit 39 Jahren gelang dem schwäbischen Auswanderer der Einstieg ins Filmgeschäft mit dem Kauf eines Nickelodeons. Bald brachte er es zur größten Filmverleihfirma. Seit 1909 produzierte seine "Independent Motion Picture Company" eigene Stummfilme. Als erstes entstand ein Film über den lndianermythos "Hiawatha". Heftige Kämpfe mit dem Edison-Trust waren zu bestehen, bevor Laemmle schließlich 1915 "Universal City", das lange Zeit größte Filmstudio Hollywoods, einweihen konnte.

Mit den nahezu 2000 Filmen, die die 1912 von ihm mitbegründete "Universal Pictures Corporation" unter seiner Präsidentschaft produzierte, hat Carl Laemmle Filmgeschichte geschrieben. Filme wie "Frankenstein" oder "Dracula" haben ihren literarischen Vorlagen zu großer Popularität verholfen.

Den größten Erfolg und zwei Oscars brachte die Verfilmung von Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues". Unter der Regie von Lewis Milestone entstand ein Film, der das Kriegsgeschehen in noch nie dagewesenem Realismus und großer Eindrücklichkeit zeichnet. Nur ein Jahr nach Erscheinen des Bestsellers wurde der Film am 5. Dezember 1930 in Berlin - und nicht in Laupheim, wie der heimatverbundene Carl Laemmle erwogen hatte - uraufgeführt. Die pazifistische Grundaussage des Films kollidierte heftig mit dem Revanchismus all derer, die sich mit der Niederlage Deutschlands nicht abfinden wollten. Kaum an die Macht gekommen, setzten die Nationalsozialisten das von ihnen als "jüdischer Sudelfilm" verunglimpfte Werk auf den Index.

Als Folge der wirtschaftlichen Depression aber auch als Konsequenz mancher Fehlentscheidungen seines Sohnes musste Carl Laemmle 1936 sein Filmimperium verkaufen. Er starb 1939 in Beverly Hills.

Carl Laemmle

Carl Laemmle

 

Frankenstein

Boris Karloff in dem Laemmle-Film "Frankensteins Braut"

 

Carl Laemmle und Hollywood
 
Ein Filmausschnitt aus dem Spielfilm "The Mummy" (Die Mumie - 1932) mit dem Hauptdarsteller Boris Karloff.

Der Film handelt von dem lebendig mumifizierten Im-Ho-Tep, der sich in die Reinkarnation einer von ihm frevlerisch begehrten Prinzessin verliebt, nachdem er versehentlich von Archäologen wiedererweckt wurde.

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